Wer sind eigentlich Gaston & Suzette?

Suzette
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Ihr kennt vielleicht unsere Champagner, unsere Winzer – aber wer steckt eigentlich dahinter? Zeit, das mal ganz direkt zu klären – im Interview mit uns selbst.


Wie alles begann
Bevor wir ins Interview starten, kurz zurück zum Anfang. Wann genau der Kern der Idee geboren wurde, wissen wir selbst nicht mehr so genau. Den Ort aber werden wir nie vergessen: ein Ferienhaus mit Blick auf Morcote, ein Glas Fluteau in der Hand, dazu ein Labouse-Käse von Jumi, passendes Brot von Backbord und beste Oliven von Ruocco. Purer Genuss – jedenfalls für uns. Nach einem weiteren Glas, in bester Laune, stellten wir uns die Frage: Gibt es wohl noch mehr Menschen, die solche Momente genauso zu schätzen wissen? Die kleinen Dinge des Lebens, ein gutes Getränk, etwas Authentisches zum Essen – und all die anderen Dinge, die fröhliche Momente schenken.
Die Idee wurde stetig weiterentwickelt, neue Produkte probiert, Produzenten gesucht. Im Herbst 2018 dann die Gründung: Gaston & Suzette – Champagner & so.

Die verrückteste gemeinsame Geschichte

Die gibt es tatsächlich, und sie spielt natürlich in der Champagne. Eigentlich wollten wir nur schnell eine letzte Bestellung bei einem Winzer abholen und dann zurück in die Schweiz fahren. Dann kam ein kleines Apéro dazwischen. Aus dem kleinen Apéro wurde ein Nachmittag mit gutem Essen, einer Partie Pétanque, der Tour de France, die genau an diesem Tag durchs Dorf fuhr, und – logischerweise – noch mehr Champagner. Am Ende sind wir erst 18 Stunden später ins Gästebett gefallen. Manchmal ist der Umweg einfach der schönere Weg.

Der Moment, in dem klar wurde: Das wird was!

Als wir das allererste Mal online gingen, war Suzette komplett am Flippen und hat sich unglaublich viele Sorgen gemacht. Für uns beide stand nie alles auf einer Karte: Gaston ist weiterhin in der Gastronomie tätig, Suzette mit Soul Seat Ride ebenfalls fest verankert in einem zweiten Standbein. So konnten wir G&S ohne Druck stetig wachsen lassen. Rückblickend war es wohl vor drei, vier Jahren, als wir gemerkt haben: Ok, das wird was, und das kann wachsen.

Suzette über Winzerkontakt, Import und Zollformulare

Du kümmerst dich um Import, Bestellungen und die Abholung bei den Winzern – was ist daran das Schönste, was das Nervigste?

Das Schönste ist ganz klar der Kontakt zu unseren Winzern. Mehrmals pro Jahr bin ich im Kontakt mit ihnen, bin vor Ort und darf die Beziehung zu unseren Winzern pflegen – das ist der schönste Teil der Arbeit. Nervig kann es bei den Zollformalitäten werden: Von jedem Winzer alle nötigen Papiere zu bekommen, und natürlich der Zoll selbst, der manchmal ziemlich anstrengend sein kann.

Gaston: Von der Bar-Welt zum Champagner

Du kommst aus der Gastronomie und Bar-Welt – was hat dich am Champagner gepackt, das dich bei Bier oder Spirituosen nicht gepackt hat?

Winzer Champagner war für mich etwas komplett Neues – überraschend, aufregend. Auf einmal wurde mir das Bewusstsein für Tradition und Variation richtig klar: wie unterschiedlich, wie vielseitig dieses eine Getränk sein kann. Den Ausschlag gegeben hat dann der erste Besuch in der Champagne – die Region, die Menschen, das Produkt vor Ort zu erleben, hat für mich alles verändert.

Rat für Champagner-Neulinge – von beiden

Was würdet ihr einem Champagner-Neuling mit auf den Weg geben?

Traditionen bewahren und schätzen, und möglichst viel Winzer Champagner probieren und trinken. Und ganz praktisch: Trau dich, den Champagner zu schwenken und ihn atmen zu lassen. Trink ihn ruhig mal aus einem Weissweinglas statt aus einer klassischen Champagnerflûte – so entfaltet sich viel mehr Aroma.

Die Cuvée, die uns überrascht hat

Gibt es eine Cuvée, die dich komplett überrascht hat, weil sie ganz anders war als erwartet?

Dom Pérignon, Jahrgang 2012. Ich hatte immer eine gewisse Ehrfurcht vor diesem Haus – eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Als ich die Cuvée dann verkostet habe, war ich richtig enttäuscht. Nicht, weil der Wein schlecht war, sondern weil ich einfach ein anderes Idealbild im Kopf hatte.

Generell hat sich unser Geschmacksbild über die Jahre enorm weiterentwickelt. Was wir vor einigen Jahren noch als schwierig zu trinken empfanden, ist heute ein Leckerbissen im Glas. Genauso gab es Cuvées, die es bei uns nicht geschafft haben, sich langfristig durchzusetzen – was völlig ok ist und nichts mit der Qualität des jeweiligen Produkts zu tun hat. Geschmack entwickelt sich eben weiter, bei uns genauso wie bei euch.

Das war ein erster, ehrlicher Blick hinter die Kulissen von Gaston & Suzette. Mehr Geschichten, mehr Winzer, mehr fröhliche Sachen folgen in den nächsten Blogs.

Santé Gaston & Suzette

Autor

Suzette

Experte für exklusive Champagner-Kultur, Terroir und Genuss-Geschichten.

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