Gastons Empfehlung im Oktober: Heurtebises 2020

Gaston
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Ein Champagner für die goldene Jahreszeit

Draussen färben sich die Wälder, in der Küche duftet es nach Steinpilzen und Rehpfeffer. Der Herbst verlangt nach einem Champagner mit Rückgrat, nach einem Wein, der sich neben kräftigen Aromen behauptet, ohne laut zu werden.

Gaston musste für seine Oktober-Empfehlung nicht lange überlegen. Seine Wahl fällt auf Les Heurtebises 2020 von Rémy Lequeux-Mercier: einen reinsortigen Meunier aus einer einzigen Parzelle, im Eichenfass ausgebaut und ganz ohne Dosage.

Eine Parzelle, eine Rebsorte, ein Jahrgang

Les Heurtebises ist der Name der Lage in Passy-sur-Marne, im westlichen Marnetal. Hier ist der Meunier zu Hause, jene Rebsorte, die lange als blosser Verschnittpartner galt und heute von Winzern wie Rémy eigenständig auf die Bühne geholt wird.

Der Boden wechselt zwischen Ton, Sand und Kalk, und genau diese Vielfalt findet sich später im Glas wieder. Rémy vergärt den Wein mit den eigenen, wilden Hefen im Eichenfass. Danach ruht er 44 Monate auf der Hefe, bevor er im August 2024 degorgiert wurde. Zucker kommt keiner mehr dazu: Brut Nature, pur und unverstellt.

Les Heurtebises 2020

CHF 85.00

44 vorrätig

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Im Glas: ein Wein, der Geduld belohnt

2020 ist der mineralische, komplexe Jahrgang: schlanker als 2019, dafür tiefgründiger. Im Glas zeigen sich Kernobst, Zitrus und florale Noten, getragen von Frische und Eleganz. Dazu kommt eine feine Salzigkeit, fast jodig, die dem Wein seine Spannung verleiht.

Wer ihm Zeit lässt, wird belohnt. Erst beim dritten Schluck zeigt er sein ganzes Potenzial. Gerne darf er dazu aus einem Weinglas getrunken werden und nicht eiskalt, damit sich die Aromen entfalten können. Ein Champagner für Puristen und für alle, die gerne am Tisch sitzen bleiben.

Auf dem Teller: Wald und Wild

Genau hier spielt Les Heurtebises seine Stärke aus. Die Struktur aus dem Eichenfass und die Tiefe des Meunier tragen ihn mühelos durch ein herbstliches Menü:

  • Wild: Rehpfeffer mit Spätzli und Rotkraut, Hirschentrecôte oder Rehschnitzel
  • Pilze: Steinpilzrisotto, Eierschwämmli auf geröstetem Brot, Pilzragoût mit Pasta
  • Dazu oder danach: Kalbfleisch, ein Rindsragout oder ein Stück gereifter Käse

Die Salzigkeit und die fehlende Dosage halten den Gaumen dabei frisch, Bissen für Bissen.

Gastons Fazit

«Einer meiner Favoriten im Herbst. Zu Wild und Pilzgerichten ein Volltreffer.»

Wer mag, legt eine zweite Flasche in den Keller: Ein, zwei Jahre Ruhe stehen

diesem Champagner gut.

Santé und einen genussvollen Herbst!

Autor

Gaston

Experte für exklusive Champagner-Kultur, Terroir und Genuss-Geschichten.

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